FITNESS. Ein oft verbreiteter Mythos über die Entstehung des Muskelkaters besagt, dass er durch die Übersäuerung des Muskels entsteht. Tatsächlich entspricht das nicht den Tatsachen, denn der Muskelkater ist die Folge feinster Verletzungen des Muskelgewebes. Verantwortlich dafür sind mechanische Belastungen ...

Aber was passiert genau, dass es zu einem Muskelkater kommen kann?

Schon 1981- 84 legte der schwedische Sportwissenschaftler J. Fridén den Grundstein für das heutige Wissen über den Muskelkater. In seinen Studien entnahm er Proben aus den Muskeln, welche kleinste Beschädigungen des muskulären Bindegewebes aufwiesen. Es zeigten sich multiple mikroskopisch kleine Einrisse, Verdickungen und Verbreiterungen im Muskelgewebe.

Das bedeutet, dass der Muskelkater aus feinen Verletzungen der Muskelfasern hervorgerufen wird. Die Beschädigung des Muskels alleine verursacht aber noch keine Schmerzen, da keine Schmerzrezeptoren im Inneren der Fasern vorhanden sind.

Die Reizung der Nervenenden – und somit die Ursache für den Schmerz – bildet das Einströmen von Flüssigkeit bzw. die Ausschüttung von schmerzlindernden Substanzen. Das erklärt auch die zeitliche Verschiebung des Muskelkaters zur sportlichen Belastung.

Dass ein Muskelkater entstehen kann, bedarf es einer gewissen Trainingsintensität und Trainingsdauer. Je intensiver die Belastung ist, desto leichter führt diese zum Muskelkater. Und das schneller als bei länger andauernden Belastungen. Auch exzentrische Bewegungen wie das Abbremsen von Gewichten oder beispielsweise das Bergabgehen führen tendenziell schneller zu Mikrofaserrissen im Muskel. Wenn du den Muskel ungewohnt belastest, kann dies ebenfalls schneller zu einem Muskelkater führen als bei monotonem Training.

Was sollte ich vermeiden?
Bei vorhandenem Muskelkater solltest du auf jeden Fall Stretching und Massagen der betroffenen Bereiche vermeiden. Denn dadurch werden die Mikroverletzungen nur noch verstärkt. Sinnvoll ist es, eine Trainingspause einzulegen. Wenn man allerdings die Finger nicht vom Training lassen kann, empfiehlt es sich, dies mit gleichmäßigen Bewegungen zu tun. Denn dadurch wird bei minimaler Belastung des Muskels die Durchblutung gefördert, was wiederum den Regenerationsprozess beschleunigt.

Wie kann ich einem Muskelkater vorbeugen?
Am Einfachsten lässt sich der Muskelkater durch langsame Steigerung der Trainingsintensität vermeiden. Der Muskel kann sich so den Belastungen besser anpassen und auch die Koordination der Bewegung wird verbessert, was wiederum Verletzungen des Muskelgewebes verhindert.

Ebenfalls Maßnahmen zur Vermeidung sind ordentliches Aufwärmen und Dehnen nach der Belastung. Auch Massagen wirken präventiv – wohl gemerkt aber bevor der Muskelkater entstanden ist.

www.fatkiller.at - www.injoy-steyr.at