STEYR. Die Vordernberger Knappenschaft mit UNESCO-Kulturerbe Status unter der Leitung des Kommandanten Gerhard Zach und dem Arbeitergesangsverein "Alpenrose" Vordernberg besuchte auf Einladung der Stadt Steyr anlässlich des Gösser-Barbara-Bieranstiches am 24. November die Christkindlstadt ...

Der MV Aschach begleitete die Gäste aus der Steiermark beim Umzug von der Promenade, durch die Enge Gasse zum Adventmarkt Altstadt am Stadtplatz. Nach der Vorstellung des Babara Gerstensafts 2018 Gebraut vom neuen Braumeister Markus Baumann, sang der Chor Alpenrose aus Vordernberg das Bergmannslied und das Barbarabier aus der Brauerei Göss wurde von Vizebürgermeister Wilhelm Hauser und Von Markus Birnleitner - Gebietsleiter Brau Union angeschlagen.

Die Heilige Barbara Schutzpatronin der Bergleute
Wie in der Legende aurea überliefert wird, war Barbara eine sehr schöne und kluge junge Frau, sodass viele Männer aus Nikomedia um ihre Hand anhielten. Sie war eine christliche Jungfrau, Märtyrin und Heilige des 3. Jahrhunderts, deren Existenz historisch allerdings nicht gesichert ist.

Barbara wies die Verehrer zurück. Die junge Frau besuchte eine Gruppe junger Christen, die sich trotz der Christenverfolgung durch den Kaiser heimlich trafen. Barbara lernte dort das Evangelium kennen und kam zu der Erkenntnis, dass sie Christin werden wollte.

Barbaras Vater versuchte, sie von der Außenwelt abzuschirmen und sperrte sie in einen eigens dafür gebauten Turm – nach manchen Versionen aus Eifersucht, nach anderen Erzählungen sollte Barbara mit einem Jüngling des kaiserlichen Hofes verheiratet werden. Hauptgrund für das Einsperren des Mädchens war der verzweifelte Versuch des Vaters, Barbaras Hinwendung zum Christentum zu verhindern.
In der Abgeschiedenheit ihres Gefängnisses bekannte Barbara sich gegen den Willen des Vaters zum Christentum. Der Vater versuchte, sie mit Marterungen und Peinigungen umzustimmen, doch dies bestärkte sie noch in ihrem Glauben. In dem Turm, einer anderen Legende zufolge in dem angrenzenden Badehaus, ließ Barbara ein drittes Fenster hinzufügen – als Symbol der Dreifaltigkeit. Vom Heiligen Geist erleuchtet ließ sich Barbara in einem heidnischen Opferbecken taufen. Als ihr Vater davon erfuhr, beschloss er, seine Tochter zu töten. Barbara konnte in einen Felsspalt fliehen, der sich wie durch ein Wunder vor ihr öffnete. Da die Heilige – der Legende nach – von einem Felsen geschützt wurde, der sich öffnete und sie verbarg, wählten die Bergleute sie zu ihrer Patronin. Auch wird sie deswegen mit Blitz und Donner in Verbindung gebracht. Unter Tage wurden daher in vielen Bergwerken Schreine eingerichtet, in denen die heilige Barbara dargestellt ist.

Fotos © Peter Röck