STEYR. NEOS Gemeinderat Pit Freisais fordert, dass sich Steyr auf ein Leben ohne fossilem Gas als Energieträger vorbereiten muss. Die Bundesregierung will, dass Österreich bis 2040 ohne fossilem Gas auskommt um klimaneutral zu werden ...

Das trifft Steyr besonders, da die Stadtbetriebe sogar mit Gas handeln. Unterstützt von den Grünen brachte Freisais einen Antrag in den Gemeinderat um ein Zukunftspapier für den geordneten Gasaustritt in Auftrag zu geben. SPÖ und FPÖ stimmten gegen eine Strategieentwicklung. Fossiles Gas als Energieträger und Brennstoff ist beliebt. Dass damit aber mittelfristig Schluss sein soll, stellt Steyr vor große Herausforderungen. Erst in einer der jüngsten Ausgaben des Amtsblattes warb die Stadt sogar für Gasherde statt elektrische Herde in privaten Haushalten.

Freisais: "Steyr ist völlig unvorbereitet"
“Die Zeit drängt. Bereits 2025 soll es laut Bundesregierung keine Gaskessel für Heizungen im Neubau mehr geben” warnt NEOS Gemeinderat Pit Freisais. “Die Regierung setzt einschneidende Maßnahmen damit Österreich bis 2040 klimaneutral wird. Derzeit ist Steyr auf diese Entwicklung völlig unvorbereitet” kritisiert der NEOS Gemeinderat. "Auch für die Finanzen der Stadt spielt dieses Zukunftspapier eine große Rolle. Die Stadtbetriebe handeln mit Gas. Ohne den Gashandel kann sich Steyr die öffentliche Busse nicht mehr leisten. Die Stadt muss einen Plan erarbeiten, wie ein geordneter Ausstieg aus dem Gas gelingen kann. Damit sind wir für die Zukunft sattelfest” meint Freisais weiter, der bei dieser Forderung von den Steyrer Grünen unterstützt wird.

Wichtig wird der Maßnahmenplan auch, um die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen bei einem Umstieg vom Gas zu beraten und zu unterstützen. Nachdem fossile Brennstoffe zunehmend unattraktiver und teurer werden sollen, wird es hier viele Fragen und privaten Handlungsbedarf geben.

Ablehnend zeigen sich bei dem Thema SPÖ und FPÖ. Die rot-blaue Mehrheit möchte lieber auf Vorgaben der Bundesregierung warten.