STEYR/MÜNCHEN. Die Geschäftsführung der MAN Truck & Bus hat angekündigt, die Beschäftigungssicherungsverträge für die Werke in Steyr und Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen mit dem heutigen Tag (30. Sept. 2020) zu kündigen ...

Der Vertrag, der eigentlich den Bestand des Werks Steyr bis 2030 sichern sollte, muss erst noch gepfrüft werden, so Elias Felten, Vorstand des Instituts für Arbeits- und Sozialrecht an der Linzer Johannes Kepler Universität. Es bestehe die Gefahr, dass dann im Ernstfall keine Ansprüche daraus ableitbar seien. Es müsse erst einmal geklärt werden, ob es sich tatsächlich um einen rechtsgültigen Vertrag handelt, denn der Betriebsrat könne juristisch gesehen nur bei einer Betriebsvereinbarung bzw. einem Sozialplan mitbestimmen, so Felten weiter.

Sollten es bis Ende 2020 einen Einigung auf eine Neuausrichtung von MAN geben, könnten abhängig vom Verhandlungsergebnis die Sicherungsverträge ganz oder teilweise wieder in Kraft gesetzt werden, so MAN in eine Aussendung vom Dienstag.

Von der Kündigung seien auch die übertariflichen Leistungen betroffen. Sollte es bis Jahresende keine Einigung geben, würden die Vereinbarungen gemäß ihrer individuellen Fristen zum Jahresende oder im Jahr 2021 auslaufen, hieß es weiter in der Presseaussendung.