STEYR. Beschäftigte in den Gesundheitsberufen, im Handel, in der Reinigung, in der Produktion, in der Kinderbildung und der 24-Stunden-Betreuung und in vielen anderen Berufen: Die „Heldinnen“ der Corona-Krise waren zu einem großen Teil Frauen ...

... Sie halten das Land am Laufen, bei der Bezahlung liegen sie aber oft weit hinter Männern.

Frauen verdienen in der Region Steyr weniger
In der Stadt Steyr verdienen Frauen um 11.912 Euro weniger als Männer, im Bezirk Steyr Land sogar um 15.069 Euro weniger. Schon am 9. Oktober hat ein Mann in der Stadt Steyr so viel verdient wie eine Frau in einem ganzen Jahr. Dieser Stichtag – der Equal Pay Day – wird in Oberösterreich besonders früh begangen, klafft die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern im Industriebundesland doch besonders weit auseinander. Im Bezirk Steyr Land war dieser Equal Pay Day sogar schon am 23. September.

Mit Plakaten und Infomaterial im Bezirk unterwegs
Um darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen auch bei gleicher Leistung immer noch weniger verdienen als Männer, setzt der ÖGB Steyr bei einer Straßenaktion ein Zeichen. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie groß die Einkommensunterschiede in unserem Bezirk immer noch sind“, sagt Barbara Bichler, Frauenvorsitzende des ÖGB Steyr.

Von höherem Mindestlohn profitieren vor allem Frauen
Ein Schritt in die richtige Richtung wäre ein Mindestlohn von 1.700 Euro in allen Kollektivverträgen. „Von dieser Erhöhung würden vor allem Frauen profitieren, arbeiten doch gerade Frauen häufig in Branchen mit niedrigen Einkommen“, erklärt Bichler. „Überfällig wären außerdem kürzere Arbeitszeiten, um die Arbeit – auch die unbezahlte Arbeit zuhause - gerechter zwischen den Geschlechtern zu verteilen.“