STEYR/KIRCHDORF. Wie kann man die Radregjon Steyr Kirchdorf besser vermarkten, die Infrastruktur - vor allem der Radwege verbessern oder die Region zu einer E-Bike-Musterregion machen? Darum drehen sich die Fragen auf der NOI (Nature of Innovation) Plattform "Besser radeln" ...

Mehr als 30 Personen haben sich in den letzten Monaten im Projekt “Radregion Steyr-Kirchdorf” engagiert. In dem Projekt wurden drei Prototypen entwickelt. Nun startet ein Online-Prozess, um für diese Protoypen von der Crowd Feedback einzuholen oder um neue Ideen für die Radregion entstehen zu lassen.

Drei Prototypen stehen zur Diskussion
Das Ergebnis der insgesamt vier Workshops sind drei Prototypen (Details siehe unten). "Die drei Prototypen haben ganz unterschiedliche Zielrichtungen und zeigen: Das Thema Radfahren ist komplex und vielschichtig, es lässt kaum jemanden kalt und gemeinsames Nachdenken bringt die besten Ideen hervor," sagt Andreas Kupfer, NOI-Projektleiter. "Darum gehen wir jetzt einen Schritt weiter und binden die Öffentlichkeit mit einer Open Innovation-Aktion noch mehr ein."

Preise für Mitdenker
Ein kleiner Anreiz zur Teilnahme an der Online-Ideenarbeit: Es werden zum einen unter allen Mitwirkenden tolle Preise verlost, zusätzlich belohnt eine Jury die besten Beiträge mit Preisen.

Prototyp 1: B(e)ach-Radeln
Die Region kann sich trotz Trans Nationalpark und vieler anderer Radrouten in und um den Nationalpark Kalkalpen vermutlich nicht mit dem Bike-Angebot von Südtirol, Istrien oder dem Gardasee messen. Das muss sie auch nicht, sie hat etwas, das sie einzigartig macht: Flüsse, Bäche und Seen, die einladen zum Chillen, Baden und sonstigen Abenteuern. B(e)ach-Radeln ist der Prototyp für eine Kampagne oder Marke, die das Juwel Wasser für den Radfahrer erlebbar macht. Vom Gleinkersee, einem „Nature-B(e)ach“ bis zum Stausee Klaus, dem „Family-B(e)ach“. Von den romantischen Schotterbänken am Reichramingbach, einem „Chill-B(e)ach“ bis zum „City-B(e)ach“ in Steyr oder der „Surf-B(e)ach“ einer stehenden Welle in Steyr oder einem „Thrill-B(e)ach“ in wilden Gewässern oder Schluchten. Wer in der Region radelt, egal ob sportlich oder gemütlich, am Rennrad, mit dem Mountainbike oder mit der Familie am Radweg, der weiß: ein B(e)ach ist immer in der Nähe.

Prototyp 2: E-Bike Musterregion - Benchmarks setzen rund um einen Megatrend
Das Radeln mit Elektro-Unterstützung ist längst Mainstream. Regionen, die ihren Gästen eine perfekte Infrastruktur für den Megatrend bieten, werden im touristischen Wettbewerb in Zukunft die Nase vorne haben. Für die E-BikerInnen muss allerdings wesentlich mehr mitgedacht werden als für herkömmliche Radttouristinnen. Im Prototypen für eine E-Bike Musterregion soll all das berücksichtigt werden: eine nutzerinnenfreundliche und einheitliche Buchungsplattform, ein flächendeckendes Verleihsystem und kundige Guides in Radhotels und Radgasthöfen, Ladestationen und Labestationen, ein E-Bike Base Camp mit passender Infrastruktur, Fahrsicherheitstrainings, eine Schönwettergarantie mit Alternativprogramm-Packages für RadurlauberInnen, wenn das Wetter nicht radtauglich ist,

Prototyp 2: RAPP- die Sicher-am-Rad-App
Ein Radwegnetz ist ein Muss für eine radfahrfreundliche Region. Die Qualität und Sicherheit der Radwege ist allerdings sehr unterschiedlich. Das beginnt bei der Beschilderung und endet bei potentiellen Gefahrenstellen. Die „Sicher-am-Rad-App“ soll, bewusst und mit Hilfe der RadwegnutzerInnen, Schwachstellen und Optimierungspotential für Qualität und Sicherheit an den Radwegen aufspüren und die Verantwortlichen darauf aufmerksam machen. Die App soll aber nicht nur mit dem Finger auf kleine oder größere Mängel hinweisen. Best Practice Beispiele für besonders gelungene Lösungen am Radweg, die RadfahrerInnen beispielsweise in anderen Region gesehen und erfahren haben, sollen über die App anschaulich gemacht werden und als Vorbild dienen. Die App soll einen Grundstein für eine problemlösungs- und nutzerInnenorientierte Weiterentwicklung des Radwegnetzes in der Region legen.