STEYR-LAND. Zu einem Brand eines Bauernhofes im Gemeindegebiet von Garsten mussten die Feuerwehren kurz nach 14 Uhr ausrücken. Laut ersten Informationen steht das Objekt im Vollbrand und die Feuerwehr hat die Alarmstufe 3 ausgerufen ...

Ein 51-jährige Frau aus dem Bezirk Steyr-Land führte am 24. Juli gegen 14 Uhr auf ihrem bäuerlichen Anwesen in Garsten gemeinsam mit ihrem Bruder Heueinbringungsarbeiten durch. Die 51-Jährige kippte Heu mit einem Ladewagen vor den Heustadel und ihr Bruder schob das Heu mit einem Traktor in den Heustadel.

Der 54-Jährige Bruder hatte gerade Heu mit dem Traktor in den Stadel geschoben und wollte mit dem Rückwärtsgang wieder aus dem Stadel fahren. Da sei laut seinen Angaben mit einem lauten Knall rechts und links aus der Motorhaube des Traktors etwas herausgespritzt und das Heu habe sofort Feuer gefangen. Er habe den Traktor nicht mehr starten können und musste ihn stehen lassen. Durch das brennende Heu geriet zuerst das Wirtschaftsgebäude und anschließend das Wohnhaus in Brand. Personen dürften laut derzeitigen Angaben bei dem Brandereignis nicht zu Schaden gekommen sein.

In den Vormittagsstunden des 25. Juli wurde das vom Brand betroffene landwirtschaftliche Anwesen durch Brandermittler des Landeskriminalamt OÖ und einem Brandsachverständigen der Brandverhütungsstelle für OÖ untersucht. Laut derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der Brand durch eine Verpuffung im Zuge einer Leckage im Bereich der Einspritzpumpe des etwa zwei Jahre alten Traktors entstanden ist, welcher zur Verteilung und Aufschichtung des geernteten Strohs benutzt wurde.

Durch den unter Hochdruck austretenden Treibstoff gerieten der Traktor und das sich in unmittelbarer Umgebung befindliche Stroh sofort in Brand. Trotz einer sofortigen Alarmierung und dem Einsatz von 24 Freiwilligen Feuerwehren aus dem Bezirk Steyr-Land konnte weder der Wirtschaftstrakt noch das Wohnhaus vor den Flammen gerettet werden. Von den rund 100 Rindern, die am Hof eingestellt waren, kamen zwölf bei dem Feuer ums Leben. Wie viele Tiere nachträglich noch geschlachtet werden müssen, ist derzeit noch nicht bekannt. Der durch den Brand entstanden Schaden wird auf mehr als eine Million Euro geschätzt.

Quelle: www.fotokerschi.at