STEYR. Viele Menschen spenden ihre Freizeit einer gemeinnützigen Organisation oder einem Verein. Der Wert dieses Engagements ist unbezahlbar und keineswegs selbstverständlich. Dominik Lamprecht ist einer von vielen Menschen, der seine Freizeit für das Gemeinwohl spendet ...

Der gelernte IT Techniker und Rettungssanitäter engagiert sich seit 2015 freiwillig für das Rote Kreuz. Neben seinem Vollzeitjob bei der Firma BMW und seinem nebenberuflichen Studium der Informatik an der JKU ist es Dominik wichtig, einen Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten. Der Grund dafür ist, dass Dominik im Alter von 11 Jahren einen Schicksalsschlag erlitt, an den er sich noch bis heute erinnert. Damals stand ihm die Rettungsmannschaft stundenlang zur Seite und da wusste Dominik, dass er auch einmal für andere Menschen in Notsituationen da sein möchte.

„Für mich ist die freiwillige Tätigkeit im Rettungsdienst ein perfekter Ausgleich zu meinem Beruf. Man lernt viele großartige Menschen kennen! Die Kameradschaft und Freundschaft innerhalb der Gemeinschaft sind schön! Gefühle, Erlebnisse und Erfahrungen, welche man in Einsätzen sammelt und erlebt, schaffen ein schärferes Bewusstsein, für die wichtigen Dinge im Leben. Der Mensch steht beim Roten Kreuz immer im Mittelpunkt, das ist mir persönlich wichtig und liegt mir besonders am Herzen,“ erzählt Dominik.

Das OÖ Rettungswesen sichert ein engmaschiges Netzwerk der Hilfe
Statistisch gesehen verlässt jede Minute ein Rettungsfahrzeug eine der 87 Rotkreuz-Dienststellen in Oberösterreich. Der flächendeckende, integrierte Rettungsdienst garantiert, dass kompetente Helfer rasch beim Patienten sind. Das abgestufte System, beginnend bei Notärzten und niedergelassenen Ärzten bis hin zu beruflichen und freiwilligen Rettungssanitätern ist entscheidend. Das Bild der Hilfe wandelt sich mit den Anforderungen der Gesellschaft - das OÖ. Rote Kreuz baut darauf auf und entwickelt sich ständig weiter.

Freiwilliges Engagement ist nicht selbstverständlich
Klimaerwärmung, bewaffnete Konflikte, Teuerungswellen und die steigende Armut fordern uns heraus. „Dank des unermüdlichen Engagements Freiwilliger, können Krisen bestmöglich bewältigt werden. Vier von zehn Oberösterreichern engagieren sich freiwillig – rund 22.000 davon im OÖ Roten Kreuz. Sie bereichern das Zusammenleben, finden Sinn und Spaß im Alltag, sammeln Erfahrungen und sind ein wertvoller Bestandteil einer lebendigen Zivilgesellschaft. Der Wert ihres Engagements ist unbezahlbar.

An dieser Stelle möchte sich MR Dr. Schneeweiß, der kürzlich selber den goldenen Henry für seine 25jährige Tätigkeit als Bezirksrettungskommandant überreicht bekommen hat, bei allen freiwilligen Mitarbeitern recht herzlich bedanken: „Ich hoffe, der Stellenwert und die Anerkennung für freiwilliges Engagement wird weiter gestärkt! Die Politik und die Entscheidungsträger sind angehalten, mehr Freiräume zu schaffen, in denen sich unsere Zivilgesellschaft weiter entfalten kann, denn ohne den Dienst der vielen Freiwilligen, ohne dieses unbezahlbare, wertvolle Freiwilligenengagement ist ein Aufrechterhalten der vielen Serviceleistungen des Roten Kreuzes nicht machbar. Um flächendeckend Hilfe sicherzustellen, braucht es ein Umdenken."