STEYR. Viele Studien zeigen, dass regelmäßiger Sport die geistige und körperliche Gesundheit fördert. Doch mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren ist nicht einfach. Zeit- und Motivationsmangel lassen viele zu wahren Bewegungsmuffel werden ...

Simple körperliche Aktivitäten im Freien sind eine gute Option, um den inneren Schweinehund zu überwinden. Die idyllischen Naturlandschaften von Steyr sind bestens hierfür geeignet.

Joggen
Viele Menschen lassen sich zu leicht von den Rahmenbedingungen eines Sports ausbremsen. Ausrüstung, Extrakosten oder die Anpassung an Öffnungszeiten wirken zu aufwendig und senken die Motivation. Joggen ist in der Hinsicht völlig unkompliziert. Man zieht die Laufschuhe und schon geht’s los.

Gleichzeitig hält das Laufen bei regelmäßiger Ausübung fit und gesund wie kaum eine andere Sportart. Die Liste der positiven Effekte auf den Körper ist endlos. Erstens kräftig es die Muskeln und Knochen. Deshalb ist es für Menschen, die ihren Beruf sitzend ausüben, sei es nun Sekretäre, IT-Spezialisten oder Gamer, die perfekte Sportart. Nach einem rückenbelastenden Tag vor dem Bildschirm werden beim Laufen die Verspannungen gelöst, die Rumpfmuskulatur gestärkt und die Bandscheiben entlastet. Zusätzlich wird der Stoffwechsel angeregt und das Herzkreislaufsystem unterstützt. Forschungen zeigen, dass eine Laufeinheit pro Woche bereits ausreicht, um die Herzbelastung sowohl in Ruhe- als auch in Belastungsphasen zu verringern und damit das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen zu senken.

Der positive Einfluss des Joggens begrenzt sich nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern erstreckt sich auch auf die menschliche Psyche. Die körperliche Aktivität schüttet Glückshormone aus und verwandelt negative Emotionen, die im Tagesablauf durch zahlreiche Stresssituationen aufgesammelt werden, in Optimismus und Ausgeglichenheit. Diese Umwandlung wird zusätzlich durch die meditative Eigenschaft des Joggens, die sich aus dem gleichmäßigen Bewegungsrhythmus ergibt, verstärkt. Wer routiniert joggt, wird merken, dass dieser Prozess langfristig die Lebensqualität steigert.

Wandern
Während Joggen eine schnelle und tägliche Lösung für das Sportproblem bringt, eignet sich Wandern vor allem als Wochenendaktivität. Denn für eine ausgiebige Wanderung im Grünen muss Zeit investiert werden. Auch eine Routenplanung im Voraus ist oftmals von Nöten. Steyr besitzt hierfür wunderschöne Wanderstrecken mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Top-Destinationen sind zum Beispiel das Gipfelkreuz am Almkogel, die Aufsichtswarte Damberg oder die Laurenzikapelle.

Wanderungen im deutlich langsameren Tempo wirken auf dem ersten Augenblick nicht so effektiv wie das zügige Joggen in Bezug auf die körperliche Fitness. Doch der erste Eindruck täuscht. Wandern stärkt Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke. Besonders die Beinmuskulatur wird trainiert sowie Knie- und Hüftgelenke entlastet. Zudem verbessert sich die gesamte Körperhaltung durch die Aktivierung der Haltemuskulatur. Gleichzeitig ist es auch ein leicht regulierbares Ausdauertraining, das die Kondition erheblich fördert. Wanderer sollten jedoch auf die Wahl des richtigen Schuhwerks achten, um Verletzungen an Beinen und Fußen zu vermeiden.

Des Weiteren sind Wanderungen in der Natur Balsam für die Nerven. Saubere Luft, wunderschöne Landschaften in Kombination mit körperlicher Anstrengung setzen die Glückshormone in Bewegung und helfen dabei die Alltagsprobleme hinter sich zu lassen. Beim Anblick der imposanten Naturwunder werden die tagtäglichen Stresssituationen wie Kleinigkeiten wirken. Jede Person, die dieses Gefühl einmal erfahren hat, wird mit Freude die nächste Wanderstrecke planen.  



Radfahren
Radfahren hat auf Geist und Körper ähnliche Effekte wie das Joggen und Wandern. Während Bewegung die körperliche Fitness fördert, wird durch die Ausschüttung der Glückshormone die mentale Gesundheit gestärkt. Zusätzlich zu diesen Aspekten unterstützt das Radfahren das Freiheitsgefühl. Der Radler kann in kürzester Zeit mit wenig Planung die schönsten Orte erreichen und dabei in friedlicher Stimmung Städte und Landschaften bewundern. Dabei kann er bei Bedarf kurzerhand den Einkauf erledigen, eine kurze Entdeckungstour am Nachmittag starten oder eine lange Fahrradtour am Wochenende antreten – eine Flexibilität, den jeder Fahrradbesitzer zu schätzen weiß.  

Für beschwerdefreie Radtouren sollte man jedoch regelmäßig ein Fahrrad-Check durchführen sowie Lenker- und Sattelhöhe richtig einstellen. Danach können die Landschaften von Steyr unbeschwert auf dem Sattel entdeckt werden.

Die abschließenden Worte gelten den Beginnern. Denn sie sind zur besonderen Vorsicht geraten. Sportanfänger sollten auf die Stimme ihres Körpers hören und sich am Anfang nicht übernehmen. Vor allem Menschen, die viel im Sitzen arbeiten, sollten sportliche Aktivitäten langsam angehen. Erstens läuft der Stoffwechsel nach einem langen Tag am Schreibtisch auf Sparflamme. Zweitens sind Muskeln und Gelenke auf die plötzliche, intensive Bewegung nicht vorbereitet. Ob Joggen, Wandern oder Radfahren, um übermäßige Erschöpfung und Unfälle zu vermeiden, ist es ratsam Dauer und Schnelligkeit beim Sport kontinuierlich zu erhöhen.