STEYR/AUSTALIEN. Der Mountainbike-Profi Wolfgang Krenn erfüllt sich mit dem Sieg bei der diesjährigen Crocodile Trophy im Australischen Outback einen lange gehegten Traum. In souveräner Manier lässt er seiner Konkurrenz keine Chance und verweist sie mit fast eineinhalb Stunden Vorsprung auf die Ränge ...

780 Kilometer, 13000 Höhenmeter, insgesamt neun Renntage - das sind die Eckdaten des prestigeträchtigen Etappenrennens. Dazu kommen Temperaturen über 40 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit und Übernachtung im Zelt mitten in der rauen australischen Wildnis. Insgesamt holte der 36-jährige Krenn vom Bike Team Kaiser in St. Ulrich bei Steyr vier Tagessiege. Mit einem komfortablen Zeit-Polster auf seiner Seite, mischte er auch an den übrigen Tagen immer vorne mit - ohne dabei ein Risiko einzugehen.

"Es ist einfach perfekt gelaufen. Ich bin unfassbar dankbar. Die letzten beiden Tage waren "leben am Limit". In der letzten Nacht konnte ich nicht mehr schlafen. Wenn man so erschöpft ist, neigt man dazu auch daran zu denken, was nicht alles passieren kann. Ich hab mich aber zum Glück schon vor dem Rennen auch mental auf die Ausnahmesituation eingestellt und mich jeden Tag aufs neue fokussieren und motivieren können, um die Trophy nachhause zu bringen." Ein großes Lob, richtet Krenn auch an die Organisation. "Mein Applaus und Dank gehen an Regina und Gerhard, die mit ihrem Team wie immer einen Mega-Job und ein Abenteuer für die Teilnehmer gemacht haben."

Mit diesem Sieg verabschiedet sich Wolfgang Krenn nun in die wohl verdiente Saisonpause. Wie es nächste Saison weiter geht, lässt sich Krenn noch offen. Auch sein Wegbegleiter Andreas Goldberger, der nach einem Sturz leider am fünften Renntag aufgeben musste, freut sich über den Erfolg seines langjährigen Freundes. "Ich weiß, wie wichtig die Crocodile Trophy für Wolfi ist. Schon vor Jahren erzählte er mir, dass er die Croc eines Tages gewinnen möchte. Nun haben wir uns beide einen Wunsch erfüllt, wenn auch er mit einem deutlich besseren Ausgang für Wolfi.", so Goldberger.