STEYR/ST. VALENTIN. Im Zuge des geplanten Ausbaus der Westbahnstrecke soll am Bahnknoten St. Valentin nur mehr die Westbahn mit schnellen Verbindungen stoppen, so die mit Stand 21. Jänner vorliegenden und auf der Homepage platzierten Pläne des Verkehrsministeriums ...

Steyrs Bürgermeister Markus Vogl und St. Valentins Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr treten nun gemeinsam dafür ein, dass auch die ÖBB-Railjets weiterhin halten. „Der Bahnhof St. Valentin muss eine große Drehscheibe im Zugverkehr bleiben“, so Markus Vogl. Der Steyrer Bürgermeister sieht in dem Vorhaben, wie es vorliegt, „eine Abwertung des für die ganze Region wichtigen Bahnhofs St. Valentin, weil damit die direkte Verbindung zum Flughafen Wien-Schwechat wegfallen würde.“

Kerstin Suchan-Mayr: „Wir haben für ein gutes Park-and-ride-System gesorgt- und dann kommt so ein Plan. Wenn der Railjet nicht mehr in St. Valentin hält, ist das eine völlige Entwertung des Bahnknotenpunktes und eine Verschlechterung für Zugfahrgäste, Reisende und für PendlerInnen.“

Inkrafttreten könnten die neue Regelung bereits mit dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember. „Meine Fraktion und ich unterstützen daher jede Petition an Ministerin Leonore Gewessler zum Erhalt einer attraktiven Bahnverbindung“, so der Steyrer Bürgermeister. Markus Vogl sagt zudem: „Ein vierspuriger Ausbau dieser wichtigen Zugverbindung ist begrüßenswert, aber das Angebot an schnellen Verbindungen darf nicht weniger werden!“ Sonst, so Vogl, würden Reisende wahrscheinlich wieder vermehrt aufs Auto umsteigen.

„Das kann nicht im Sinne einer Klimawende und einer Grünen-Ministerin sein“, sind sich Suchan-Mayr und Vogl einig.

NEOS: Land OÖ muss sich für Steyr einsetzen

Auch NEOS-Gemeinderat Pit Freisais sieht das Vorhaben kritisch. „Pendler und Wirtschaftsreisende sind auf eine leistungsstarke Zugverbindung angewiesen. Anschluss und Mobilität sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg einer Region,“ sagt Freisais und fordert:  „Auch das Land Oberösterreich muss sich endlich für Steyr einsetzen. Es entsteht der Eindruck, dass die Landesregierung einen seiner stärksten Wirtschaftsräume mit tausenden Arbeitskräften völlig vergessen hat. Es gibt keine nachvollziehbare Strategie und notwendige Schritte werden verschlafen!“

Als einen dieser notwendigen Schritte sieht Freisais eine durchgängige 33minütige REX-Zugverbindung nach Linz. „Das hätte eine Sogwirkung in Richtung Zentralraum für Steyr“, so der NEOS Gemeinderat.